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Was ist ein Mikrokredit?

Mikrokredit
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Infrage kommt ein Mikrokredit generell für kleine Gewerbetreibende oder Existenzgründer, welche von der Bank keinen traditionellen Kredit erhalten können. Spezielle Mikrofinanzinstitute stellen in diesem Zusammenhang den passenden Ansprechpartner dar, ebenso wie Förder- und Hausbanken.

Ein Mikrokredit zeichnet sich grundsätzlich dadurch aus, dass seine Laufzeit recht überschaubar ausfällt und bis zur Tilgung durch eine kontinuierliche Beratung und Betreuung profitiert werden kann.

Weitere wissenswerte Informationen rund um den Mikrokredit, beispielsweise, wie sich dieser von einem herkömmlichen Kredit unterscheidet, hält der folgende Beitrag bereit.

Mikrokredit – Das steckt dahinter

Für die Bewilligung eines Mikrokredites ist es zwingend nötig, dass der Antragssteller eine unternehmerische Tätigkeit verfolgt. Das Geld muss dann dazu dienen, für ein bestehendes Geschäft relevante Materialien zu beschaffen oder ein Kleingewerbe aufzubauen.

Somit findet die Vergabe von Mikrokrediten in der Bundesrepublik grundsätzlich nur an Unternehmen statt. Im privaten Bereich stellt das Äquivalent zu den Mikrokrediten der Kleinkredit dar, welcher bereits ab Beträgen von lediglich 50 Euro erhältlich ist.

Die Geschichte des Mikrokredites

In Deutschland wurde ein landesweites Angebot von Mikrokrediten im Jahr 2009 durch die GLS Gemeinschaftsbank im Namen der Bundesregierung eingeführt. Im Zuge dessen wurden Mikrofinanzinstitute als Kooperationspartner ausgewählt, über welche die Abwicklung der Vergabe der Mikrodarlehen erfolgt. 

Für den Kreditnehmer stellt das entsprechende Mikrofinanzinstitut dann den relevanten Ansprechpartner dar – solange, bis das Darlehen vollständig zurückgezahlt wurde. Es sind sowohl Mikrofinanzinstitute zu finden, die im gesamten Gebiet der Bundesrepublik tätig sind als auch solche, die ihre Dienste ausschließlich in einem Bundesland anbieten.

Mikrokreditfonds stellen das Geld für die Kleinkredite bereit. Ihr Finanzierung erfolgt wiederum aus dem Bundeshaushalt und dem europäischen Sozialfond. Allerdings werden die Mikrokredite nicht ausschließlich von den Mikrofinanzinstituten vergeben. In Deutschland sind auch einige weitere Banken zu finden, welche Kleinkredite an Existenzgründer oder Selbstständige vermitteln. Unter diesen ist etwa die IBB, die Investitionsbank Berlin, welche das Förderprogramm KMU-Fonds anbietet.

So unterscheiden sich Mikrokredite von herkömmlichen Bankkrediten

Im direkten Vergleich zu einem herkömmlichen Bankkredit bietet das Mikrodarlehen für Existenzgründer und Unternehmer gleich mehrere Vorteile.

So wird der Mikrokredit etwa auch an Kreditnehmer vergeben, welche kein normales Darlehen von ihrer Hausbank erhalten würden. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn Existenzgründer über kein ausreichendes Eigenkapital verfügen oder es sich um einen Kreditnehmer aus dem Ausland handelt. Ebenso sind Antragssteller mit Schulden oder Frauen, die ein Kleingewerbe betreiben, häufig von Problemen betroffen, wenn diese einen traditionellen Kredit aufnehmen möchten.

Bei ihrer Geschäftsführung werden die Kreditnehmer im Rahmen einer professionellen Unterstützung über die gesamte Darlehenslaufzeit entsprechend gecoacht. Daneben wird im Rahmen des Mikrokredits im ersten Schritt nur ein Teil des Gesamtbetrages ausgezahlt – dies zeigt sich bei einem Bankkredit anders, denn bei diesem erhält der Kreditnehmer gleich die gesamte Kreditsumme.

In der Regel ist schon das Vorliegen geringer Sicherheiten ausreichend dafür, dass es zu einer Bewilligung des Mikrokredites kommt. In einigen Fällen verzichtet der Kreditgeber sogar vollkommen auf entsprechende Sicherheiten. Ein weiterer nicht zu vernachlässigender Vorteil besteht darin, dass die Gründung oft mithilfe des Mikrokredits wesentlich schneller ablaufen kann, denn die Abwicklung dieser Finanzierung zeigt sich oft als sehr unbürokratisch und zeitsparend.

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