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Welcher Rucksack eignet sich für eine mehrtägige Hüttentour?

Rucksack für Hüttenwanderung
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Was muss im Rucksack mit für 4 Tage Hüttentour?

Ein Rucksack für eine Hüttentour muss so groß sein, dass problemlos folgende Dinge ihren Platz finden:

  • Trekking- oder Wanderstiefel
  • lange Wanderhose
  • Funktionsshirts
  • Fleecepullover
  • leichte Jacke
  • Regenjacke
  • Funktionsunterwäsche
  • Hüttenschlafsack
  • Wandersocken
  • Waschzeug
  • Medikamente

Auch Getränke und Snacks für unterwegs sollten im Hüttenrucksack jederzeit schnell griffbereit sein. Je nach Vorhaben können auch Wanderstöcke, Sonnenbrille, Regenhose, Kappe, Regenhülle für den Rucksack und Handschuhe sehr sinnvoll sein. Wichtige Dinge wie Handy, Karten, Medikamente oder Sonnenbrille sollten jederzeit schnell erreichbar sein.

Rucksack Apotheke

Bei einer Hüttentour kann es immer zu kleinen oder großen Verletzungen oder Symptomen kommen. Eine gute Rucksackapotheke fürs Reisen sollte mit einem Erste Hilfe Set, inklusive Mullbinden, Verbänden, Einweghandschuhen, Mulltupfer, verschiedene Pflaster, elastische Binden, Dreieckstuch und einer Rettungsdecke ausgestattet sein. Die Decke wird dafür benötigt, um im Notfall einen Körper vor dem Austrocknen zu schützen. Zusätzlich ist die Mitnahme von Schmerzmittel, Kühlmittel für Insektenstiche, Mittel gegen Übelkeit, Verstopfung oder Durchfall, Blasenpflaster und Antiallergikum sinnvoll. Spezielle Erste Hilfe Sets für Hüttentouren können dabei helfen, alle wichtigen Dinge platzsparend im Rucksack zu verstauen.

Verpflegung & Zubehör

Auf einer Hüttentour darf Trinken und Essen für unterwegs nicht fehlen. Für das Wasser kann ein Trinksystem oder eine Trinkflasche verwendet werden. Brote gehören dagegen in eine feste Brotdose, um sie ausreichend zu schützen. Für zwischendurch sind Äpfel, Bananen oder Energieriegel gut dafür geeignet, um den Körper mit Energie zu versorgen. Wenn ausreichend Platz im Rucksack vorhanden ist, können weitere Snacks wie Gemüse, Obst oder andere Lebensmittel nach eigenem Geschmack mitgenommen werden. Hierbei sollte es sich um ungekühlte Speisen handeln. Als Zubehör sollten ein Taschenmesser, Müllbeutel und ein Outdoor-Feuerzeug nicht fehlen.

Wander Ausrüstung

Bei einer Wander Ausrüstung ist es immer wichtig, nur das Notwendigste mitzunehmen, um Gewicht im Rucksack einzusparen. Zur notwendigen Ausrüstung gehören unter anderem ein passender Trekkingrucksack mit viel Stauraum. Je nach Art der Tour sollte er mindestens 30 oder 40 l fassen. Zusätzlich sollten eine Kopfbedeckung (Cap, Mütze), Handschuhe, eine Isolationsjacke, Wanderstücke, bequeme Schuhe und eine Regenhülle für den Rucksack nicht fehlen. Im Rucksack muss ausreichend Platz für Wechselkleidung, Snacks, Getränke und Medikamente sein. Um bei jedem Wetter gut gerüstet zu sein, sind Zip-off Hosen und Oberteile sehr praktisch.

Übernachtungs-Ausrüstung

Damit bei einer Übernachtung in der Hütte ein hohes Maß an Komfort zur Verfügung steht, sollte auf folgende Dinge nicht verzichtet werden:

  • Hüttenschuhe oder Outdoor Sandalen
  • bequeme Leggins oder Jogginghose
  • Hüttenschlafsack
  • trockene Socken
  • Waschbeutel (Seife, Duschgel, Zahnbürste, Zahnpasta, Kamm) Klopapier
  • Persönliche Dinge (Medikamente, Handy, Cremes)
  • Taschenlampe
  • ggf. Ohrstöpsel für einen ruhigen Schlaf
  • Kleine Gesellschaftsspiele (gegen die Langeweile)

Wenn ausreichend Platz im Rucksack ist, kann auch ein kleines Kuschelkissen eingepackt werden. Für die Taschenlampe sollte mindestens ein paar Ersatz-Batterien nicht vergessen werden.

Sonstige Hüttentour Ausrüstung

Vor einer Wandertour ist ein Blick auf den Wetterbericht sehr wichtig. Dementsprechend können die richtigen Dinge eingepackt werden. Bei schönem Wetter sollten Sonnencreme, Sonnenbrille und Badesachen für den Bergsee mit genommen werden. Zusätzlich gehören Dokumente wie Ausweis, Krankenkarte, Bargeld und eventuell ein DAV Ausweis mit auf die Tour. Ein Routenplaner und Karten sollten ebenfalls eingepackt werden. Über das Handy sollte ab und zu der Wetterbericht überprüft werden, ob sich an der derzeitigen Lage in Kürze etwas ändert. Dementsprechend kommt es unterwegs zu keinen bösen Überraschungen, wie zum Beispiel Sturm oder Gewitter.

Orte für mehrtägige Hüttenwanderung

Mehrtägige Wanderungen sind bei vielen Menschen sehr beliebt. Bei der Wahl der Hüttenwanderung sollte immer auf die Schwierigkeitsgrade und Gehzeiten geachtet werden. In Gebieten wie Schwarzwald, Südtirol, Allgäu oder Berchtesgaden gibt es auch für Anfänger Stecken, die sich für eine Hüttenwanderung eignen. Einige Touren können beliebig verkürzt werden, da sie verschiedene Wegvarianten bieten. Dadurch ist auch die Mitnahme von Kindern oder Anfängern möglich. Bei einigen Hüttentouren wird Bergerfahrung, eine gute Kondition und eine hohe Trittsicherheit vorausgesetzt. In den meisten Fällen ist aber keine Kletter- oder Hochgebirgsausrüstung notwendig.

Mehrtägige Hüttenwanderung im Schwarzwald

Der Schwarzwald bietet viele Möglichkeiten mit Etappenwanderungen oder Rundtouren die schöne Umgebung zu erkunden. Eine dieser Möglichkeit ist die Wanderung über den Hugenotten- und Waldenserpfad. Aber auch eine Tour rund um den Hohenwart ist unvergesslich. Der Weg ist bis auf ein paar Höhenmeter sehr gemächlich. Hierbei handelt es sich um eine leichte Tour, die am besten von der Schönbornstraße in Pforzheim aus startet. Die Wege führen vorbei an der Wolfsgrube, die im 17. Jahrhundert ausgehoben wurde, bis zum Würmtal. In den Hütten Hegar-Hütte, Zettelwaldhütte und Geisert-Hütte kann Einkehr gehalten werden.

Mehrtägige Hüttenwanderung im Südtirol

Zu den Top-Wandergebieten von Südtirol gehört die Seiser Alm. Im Jahr stehen bis zu 300 Sonnentage zur Verfügung, sodass in der Regel eine grandiose Aussicht auf das Panorama der Dolomiten genossen werden kann. Die beste Wanderzeit ist von März bis November. Viele Hütten in Südtirol werden familiär geführt. Für Wanderer oder Mountainbiker seht ein abwechslungsreiches Angebot zur Verfügung. Wanderer können je nach Bedarf in einer Gourmethütte oder einer abgelegenen Hütte einkehren. In vielen Hütten gibt es traditionelle Gerichte wie Kaiserschmarren, Buchteln oder Herrengröstel auf der Speisekarte. Frisch gestärkt kann am nächsten Tag weitergewandert werden.

Mehrtägige Hüttenwanderung im Allgäu

Wanderer haben im Allgäu die große Auswahl. Zu den beliebtesten Ausflugszielen gehört die Mindelheimer Hütte am Rappenalptal, die Rappenseehütte oder das Prinz Luitpold Haus am Hochvogel. Der Hochvogel gehört in den Allgäuer Alpen zu den beeindruckendsten Touren. Der Wanderweg bietet viele Querungen von Geröllwüsten, Passübergänge oder einen steilen Aufstieg, der mit imposanten Fern- und Ausblicken belohnt. Im Hochsommer sind die Wanderwege und die Hütte gut besucht. Eine gute Alternative ist die Rappenseehütte im Allgäu. Sie wurde 1885 auf dem Hohen Licht (2651 m) eröffnet und ist leicht zu erreichen.

Mehrtägige Hüttenwanderung im Ötztal

Im Ötztal stehen für Wanderer einige Hütten und große Sonnenterrassen zur Verfügung, die nach einer langen Wanderung als Erholungsort dienen. Eine ruhige und abgelegene Hütte ist die Winnebachseehütte. Sie bietet neben einem Bergrestaurant auch einige Schlafmöglichkeiten in Form von Mehrbettzimmer, Betten oder Lager. Zusätzlich können Winterräume oder ein Rucksacktransport genutzt werden. Eine gute Alternative ist das Ramolhaus. Diese Hütte befindet sich auf einer Höhe von 3.005 m und wurde 1881 erbaut. Von der Sonnenterrasse aus wartet auf alle Einkehrer ein unvergesslicher Blick auf den Talschluss, inklusive der 7 Gletscher.

Mehrtägige Hüttenwanderung im Berchtesgaden

Für eine kurze Hüttenwanderung eignet sich eine Wanderstrecke am Hintersee sehr gut. Hier befindet sich die Schärtenalm, die direkt unter der Blaueishütte am Hochkaltermassiv zu finden ist. Eine größere Hüttenwanderung kann am Königsee vorgenommen werden. Für diese Tour sollte vier Tage eingeplant werden. Als Erholungspunkte stehen das Kärlinger Haus, Riemannhaus, Ingolstädter Haus und Hirschpoint zur Verfügung. Als mögliche Gipfelziele stehen Sommerstein, Schonegg, Schönfeldtspitze, Großer Hundstod und Wurmkopf zur Auswahl. Bei einigen Strecken wird der Schwierigkeitsgrad als schwer eingestuft. Dementsprechend sollten alle Wanderer nicht nur Erfahrung, sondern auch viel Kondition mitbringen.

Das sollte man bei einer mehrtägige Hüttentour beachten

Anders als bei einer eintägigen Wandertour muss eine mehrtätige Hüttentour gut geplant werden. Die Tour kann unterwegs nicht einfach abgebrochen werden. Im Voraus sollte geprüft werden, ob die Hütten des gewählten Wandergebiets geöffnet sind. Vor Antritt sollte ein Schlafplatz in der Hütte reserviert werden. Für die Tour ist es sinnvoll, wenn eine topographische Karte mit einem Maßstab von 1:50.000 oder 1:25.000 genutzt wird. Die Wandertour sollte so geplant werden, dass Zeit für Pausen ausreichend zur Verfügung steht. Auch ein Blick auf den aktuellen Wetterbericht ist vor Antritt der Wanderung notwendig.

Rucksackgewicht Hüttentour

Das Rucksackgewicht sollte bei einer Hüttentour 8 kg nicht überschreiten. Getränke und Snacks zählen nicht zum Gewicht, da sie nach und nach aufgebraucht werden. Man kann bei einer Wanderung über jedes gesparte Gramm froh sein. Das gilt besonders dann, wenn einige Höhenmeter überwunden werden müssen. Beim Kauf eines Rucksacks sollte auf viele Fächer geachtet werden. Dadurch kann nicht nur Ordnung gehalten, sondern auch das Gewicht vorteilhaft verteilt werden. Schwere Dinge wie Wanderstiefel sollten nah am Körper getragen werden. Dadurch lassen sie sich leichter tragen.

Rucksack richtig packen

Beim Packen sollte vorab ein Konzept überlegt werden. Wenn ein Rucksack über viele Fächer verfügt, sollten diese sinnvoll genutzt werden. Dinge, die erst abends in der Hütte benötigt werden, können tiefer im Rucksack verstaut werden. Karten, Handy, Snacks und Getränke sollten dagegen schnell gefunden werden. Viele Rucksack Modelle haben ein Bodenfach. Dieser Ort ist für Ersatzschuhe oder eine Regenjacke gut geeignet. Wanderstöcke lassen sich bei einigen Modellen von außen mithilfe eines Hakens befestigen. Der ausgewählte Rucksack sollte gut gepolstert und individuell einstellbar sein.

Mehrtägige Hüttenwanderung mit Kindern

Bei einer mehrtägigen Hüttenwanderung mit Kindern muss darauf geachtet werden, dass viele Pausen eingelegt werden. Der Rucksack der Kinder sollte nicht zu schwer sein. Außerdem ist es wichtig, dass eine leichte Wanderstrecke gewählt wird. Wanderwege, die eine hohe Trittsicherheit voraussetzen, sind für Kinder nicht gut geeignet. Für Kinder sollte eine Wanderung immer interessant gestaltet werden. Eine kleine Wander Challance kann bei Kindern den Entdeckertrieb wecken. Für kleinere Kinder sollte ein eigener Wander Pass gestaltet werden und am Ende der Strecke eine Belohnung winken.

Mehrtägige Gruppenwanderung

Eine Wanderung in einer Gruppe wird von vielen Wanderern bevorzugt. Bei einer Gruppe muss immer auf die Kondition und das Alter der einzelnen Teilnehmer Rücksicht genommen werden. Oftmals finden sich Gruppen zwischen 8 und 12 Personen zusammen. Für Anfänger ist es vorteilhaft, wenn die Gruppe professionell angeführt wird. Somit hat man nicht nur eine tolle Aussicht auf die Täler und Berge, sondern man lernt auch Näheres aus der Umgebung besser kennen. Ausgestattet mit festem Schuhwerk, guter Laune und wettertauglichen Kleidung kann der erlebnisreiche Wanderurlaub beginnen.

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