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Mitarbeitersicherheit erhöhen – wie Unternehmen ihr Personal schützen können und müssen

Arbeitsschutz
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Die Mitarbeitersicherheit muss in jedem Betrieb gewährleistet sein. Dabei gibt es in Deutschland umfassende gesetzliche Vorgaben und Verordnungen. Dennoch kommt es jährlich zu Hunderttausenden Arbeitsunfällen. Wie können Unternehmen ihre Angestellten also bestmöglich schützen?

Grundlegende Sicherheit gewährleisten: Vom Brandschutz bis zur Überprüfung der elektrischen Anlagen und Betriebsmittel

Jedes Unternehmen in Deutschland muss sich am Arbeitsschutzgesetz orientieren, um Mitarbeitern einen möglichst sicheren Arbeitsplatz garantieren zu können. Von der Gefahrenvermeidung bis hin zu technischen Voraussetzungen finden sich darin diverse Punkte. Ergänzt wird das ArbSchG durch die Arbeitsstättenverordnung und die Betriebssicherheitsverordnung. Dabei geht es um Mindestvorschriften im allgemeinen Sicherheitsbereich. Auch das Brandschutzkonzept und die DGUV V3 Prüfung fallen unter diese Verordnungen. Durch die Einhaltung der Verordnungen wird zum Beispiel sichergestellt, dass Feuerlöscher und elektrische Anlagen stets gewartet werden. Weitere gesetzliche Vorgaben für Betriebe sind in den folgenden Verordnungen zu finden:

  • Betriebssicherheitsverordnung
  • Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung
  • Lastenhandhabungsverordnung
  • Unfallverhütungsvorschriften

Dennoch sind sich viele Experten einig, dass die gesetzlichen Mindestanforderungen stets übererfüllt werden sollten. Auch die Statistik vom Spitzenverband der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung bestätigt diese Theorie. 2022 kam es in Deutschland zur mehr als 750.000 meldepflichtigen Arbeitsunfällen. Mehr als 400 davon endeten tödlich. Natürlich lassen sich Arbeitsunfälle nie gänzlich vermeiden. Proaktive Schutzmaßnahmen können die Risiken jedoch deutlich senken.

Persönliche Schutzausrüstung am Arbeitsplatz: Sicherheit und Wertschätzung schenken

Die persönliche Schutzausrüstung spielt an vielen Arbeitsplätzen eine zentrale Rolle, wenn es um die Sicherheit der Mitarbeiter geht. Ob auf der Baustelle oder im Krankenhaus, im Lager oder der Gärtnerei. Die PSA muss individuell auf den Arbeitsplatz abgestimmt sein und sollte den Mitarbeiter vor möglichst vielen Umwelteinflüssen und Gefahren schützen. Zur Grundausrüstung können Schutzbrillen, Schutzhelme, Warnwesten und Sicherheitsschuhe zählen. In einigen Berufen ist es auch notwendig, spezielle Atemschutzmasken oder einen Gehörschutz zur Verfügung zu stellen. Mit der persönlichen Schutzausrüstung können Unternehmen aber nicht nur ein Sicherheitsgefühl vermitteln. Den Arbeitnehmern kann gleichzeitig auch Wertschätzung entgegengebracht werden. Den Mitarbeitern kann so das Gefühl gegeben werden, dass dem Unternehmen das persönliche Wohlergehen am Herzen liegt. Auch wiederkehrende Gespräche können dazu beitragen, dass die persönliche Schutzausrüstung an den Arbeitsalltag angepasst werden kann. Wenn die Mitarbeiter ein Mitentscheidungsrecht haben, kann die Sicherheit und auch die Zufriedenheit erhöht werden.

Stolperfallen ausmerzen: Das häufigste Unfallrisiko in Betrieben

Stolpern, Stürzen und Ausrutschen ist die häufigste Ursache für Betriebsunfälle. Rund ein Drittel aller meldepflichtigen Unfälle ist auf diesen Grund zurückzuführen. Hier gibt es in vielen Unternehmen noch Optimierungspotenzial. Oft liegen lose Kabel am Boden, Stufen sind nicht entsprechend gekennzeichnet oder Kartons stehen in den Ecken. Bei vielen Mitarbeitern entsteht im Laufe der Zeit zudem ein Routinegefühl. Dann wird die Umgebung nicht mehr auf potenzielle Gefahren gescannt und die Stolperfalle schlägt zu. In der Produktion wird häufig auf beschichtete Böden für einfache Reinigung und maximale Hygiene gesetzt. Bei Nässe kann dieser Bodenbelag aber besonders rutschig werden. Die Rutschgefahr auf markierten Gehwegen innerhalb der Produktion kann etwa durch einen Gitterrostboden entschärft werden.

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