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Kann ein Carport eine sinnvolle Alternative zur Garage sein?

Carport oder Garage
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Carports haben mehrere wichtige Vorteile, die es zu beachten gilt. Zum einen schützen sie das Auto im Winter vor Schnee und Frost und im Sommer vor Sonne und Regen. Ein weiterer Vorteil sind die unvergleichlich niedrigeren Kosten für den Bau eines Carports im Vergleich zu einer Garage. Außerdem wird ein ästhetisch gestalteter Schuppen die Fassade des Gebäudes schmücken und Teil des Gartens sein. Im Sommer kann ein Carport auch als Freizeitraum genutzt werden, wo man an regnerischen Tagen mit der Familie grillen oder sich mit Freunden treffen kann.

Ein weiterer Vorteil ist, dass ein Carport im Vergleich zu einer Garage für die gleiche Fahrzeuggröße wesentlich kleiner ausfallen kann. Eine optimal dimensionierte gemauerte Garage kann bis zu 30 Quadratmeter der Grundstücksfläche einnehmen. Eine freistehende Garage aus Holz oder Beton kann bis zu doppelt so viel Platz beanspruchen. Doch bei kleinen Grundstücken machen schon ein Dutzend Quadratmeter einen großen Unterschied. 

Die unterschiedlichen Arten von Carports

Es gibt verschiedene Grundtypen von Carports. Zum einen gibt es die durchfahrbaren Carports, die vorne und hinten geöffnet sind. Dann gibt es Carports, die direkt an der Hauswand anschließen. Und dann gibt es noch die freistehenden Carports. Eine weitere Unterteilung erfolgt anhand der Größe. Doppelcarports eignen sich für 2 Fahrzeuge. Außerdem kann man sich für Carports mit einem Rolltor entscheiden, was einen zusätzlichen Diebstahlschutz bietet. Das Erscheinungsbild des Carports, insbesondere die Form des Daches und der Eindeckung, sollte dem Erscheinungsbild des Hauses entsprechen.

Drive-Through-Carports sind im einfachsten Fall Überdachungen eines Teils einer Zufahrt zu einer bestehenden Garage. In der Regel handelt es sich um ein Bauwerk, das die Funktion der Garage ergänzt – ein Ort für das vorübergehende Abstellen von Autos während des Tages oder ein Parkplatz für Gäste. Manchmal ist ein Durchfahrtsschutz in das Eingangstor des Grundstücks integriert.

Carports an der Hauswand eignen sich besonders gut für kleine Grundstücke, sofern ein bequemer Zugang zum Tor vorhanden ist und der Abstand zwischen der Hauswand und dem Standort des Autos mindestens 80 Zentimeter beträgt. Ein an der Wand montierter Carport sollte wie eine Fortsetzung der architektonischen Gestaltung des Gebäudes aussehen. Wenn es nicht möglich ist, einen Carport an der Hauswand zu platzieren, kann es notwendig sein, einen freistehenden Carport zu bauen, der an einem gut zugänglichen Ort steht. Ein solcher Carport muss nicht groß sein, um dem Auto Schutz zu bieten und die Tür bequem zu öffnen. Wenn Sie sich entschließen, einen Carport selbst zu bauen, können Sie sich auf Ihre eigenen Vorstellungen verlassen oder zu einem Carport von der Stange greifen, vor allem, wenn Sie vorgefertigte Holzelemente kaufen, die dem Stil des Hauses entsprechen, in dem es gebaut wurde.

Der Bau eines Carports

Es ist nicht kompliziert. Sie besteht aus Holz- oder Metallpfosten, die mit Schrauben im Boden verankert oder in speziellen Ankern im Boden verankert sind. Vorgefertigte Betonpfosten, die in den Boden eingegraben und einbetoniert werden, können ebenfalls als Basis für die Struktur verwendet werden. Einige Nutzer stellen ihre Schuppen auf an Ort und Stelle gegossene, verstärkte Pfosten, obwohl diese Lösung problematisch sein kann, wenn das Gebäude schnell abgerissen werden muss. Es ist wichtig, dass die Pfosten fest genug im Boden verankert sind, um sicherzustellen, dass die Konstruktion des Unterstandes nicht durch starke Windböen bewegt werden kann. Deshalb lohnt es sich nicht, den Ratschlag zu befolgen, dass ein Gerätehaus auf einen harten Untergrund gestellt werden kann, ohne dass es dort befestigt ist, damit es sich unter seinem eigenen Gewicht selbst trägt. Wichtig ist, dass Holzpfähle nicht direkt mit dem Boden in Berührung kommen, während Stahlpfähle einen Korrosionsschutz benötigen.

Die Pfosten tragen das Dachskelett, das in der Regel mit Ziegeln, Trapezblechen, Polycarbonatplatten oder anderen leichten Materialien eingedeckt ist. Die Seiten des Schuppens sind in der Regel frei von Wänden, aber dieser Raum kann mit einem Plattenzaun gefüllt werden, um das Auto im Winter vor Schneestürmen zu schützen. Einige Nutzer umschließen die Seiten mit einem Spalier oder einem anderen Gerüst, das für die Anpflanzung von Kletterpflanzen genutzt werden kann, so dass grüne Wände entstehen. Die Seiten können mit dichten, vorzugsweise immergrünen Sträuchern bepflanzt werden, die auch das Innere des Unterstandes vor Schneeverwehungen schützen. Der Nachteil der aus Holz gebauten Schuppen ist, dass sie regelmäßig gewartet werden müssen.

Eine interessante Lösung sind fertige, vorgefertigte Metallcarports aus Aluminiumprofilen, die mit halbtransparenten Polycarbonatplatten verkleidet sind. Leichte, modern aussehende Konstruktionen können verschiedene Formen haben, z. B. ein gewölbtes Dach auf Pfosten, die nur auf einer Seite der Konstruktion stehen. Aluminiumkonstruktionen passen z.B. perfekt zu Betonfassaden von modernen Gebäuden im Industriestil. Außerdem ist es im Inneren der mit Polycarbonat abgedeckten Schuppen hell, so dass es sehr einfach ist, sie sauber zu halten.

Beim Bau eines Carports sollten Sie auf eine gute Wasserableitung achten – versehen Sie ihn mit Dachrinnen, und wenn die Bauart des Carports deren Verwendung ausschließt, sorgen Sie für eine gute Entwässerung und einen Wasserabfluss an der Stelle, wo das Wasser vom Dach fällt.

Ein weiterer wichtiger Teil der Schuppenstruktur ist die Oberfläche. Er muss angemessen gepflastert sein: mit Pflastersteinen, Betonplatten, Holzblöcken, gegossenem Beton, und er muss über der Oberfläche des Grundstücks liegen. Außerdem muss für ein angemessenes Gefälle gesorgt werden, damit sich das Wasser nicht unter dem Gerätehaus staut.

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