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Eigenschaften von biologischem Rotwein aus der Toskana

Rotwein
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Ein biologischer Rotwein ist ein Wein, der aus Trauben hergestellt wird, die nach den Richtlinien der biologischen Landwirtschaft angebaut werden. Diese Weine sind frei von Pestiziden, Herbiziden und anderen chemischen Zusätzen. Die Trauben für biologische Weine werden auf Böden angebaut, die zudem frei von Schadstoffen sind. Biologische Weine haben meistens einen besseren Geschmack als konventionelle Weine. Sie sind auch gesünder, da sie keine schädlichen Chemikalien enthalten.

Unterschiede zwischen biologischen, biodynamischen und konventionellen Rotweinen

Weinreben werden entweder biologisch oder nach einem konventionellen Verfahren angebaut. Die beiden Anbausysteme unterscheiden sich in einigen Punkten. Während im konventionellen Weinbau chemische Düngemittel und Pestizide zum Einsatz kommen, ist der biologische Anbau umweltschonender, da ausschließlich Naturdünger (Mist, Kompost, Gründüngung) und eine eingeschränkte Auswahl an natürlichen Mitteln zum Pflanzenschutz Anwendung finden. Zudem werden in der Biodynamik natürliche Aktivatoren zugesetzt, um das Pflanzenwachstum und das Bodenleben zu stimulieren.

Bei der biologischen Weinbereitung sind nur wenige und sehr limitierte Konzentrationen von Substanzen zur Konservierung und Klärung des Weins zugelassen. Bei der biodynamischen Weinbereitung ist die Liste und die maximale Konzentration dieser Substanzen noch geringer als im biologischen Verfahren. Das biodynamische Verfahren erlaubt nur natürliche Stoffe zur Konservierung und Klärung wie zum Beispiel Eiweiß, Bentonit, önologische Holzkohle oder Schwefeldioxid.

Während Biowein klar definierten Regeln des ökologischen Landbaus folgt, wird biodynamischer Wein im Rahmen der biodynamischen Landwirtschaft gewonnen. Obwohl es dazu keine gesetzlichen Vorschriften gibt, wird diese Produktion von Verbänden wie dem Demeter-Verband geregelt. Die Logik der biologisch-dynamischen Landwirtschaft besteht darin, die Natur so weit wie möglich zu respektieren, mit ihren Zyklen im Einklang zu stehen und oft bestimmte Konzepte im Zusammenhang mit den Mondphasen und anderen natürlichen Elementen zu nutzen.

Kennung zu Ursprung und Herkunft von italienischem Rotwein

Die italienische Verordnung für Herkunft und Ursprungsangaben von Wein sieht drei Kategorien vor, welche neben Herkunftsgebiet, den maximalen Traubenertrag pro Hektar, den Ertrag aus der Verarbeitung von Trauben zu Wein, den natürlichen Mindestalkoholgehalt und die zugelassenen Rebsorten definieren.

  • I.G.T. (Indicazione Geografica Tipica): Diese Weine sind durch die geografische Herkunftsbezeichnung, die Grundrebsorte und das Erntejahr gekennzeichnet. Mindestens 85% der Trauben müssen aus dem geografischen Gebiet stammen, dessen Namen sie tragen. Zudem erfolgt eine chemische Analyse des Weins.
  • D.O.C. (Denominazione di Origine Controllata) definiert ein genau abgegrenztes geografisches Gebiet für die Herstellung. Zudem müssen die Weine bestimmten chemischen und auch organoleptischen Spezifikationen entsprechen. Nur bestimmte Traubensorten können verwendet werden und die Dauer und Art der Reifung muss festgelegt werden bzw. bestimmte Eigenschaften erfüllen.
  • D.O.C.G. (Denominazione di Origine Controllata e Garantita): Die Vorschriften für diese Siegel sind noch strenger als bei den D.O.C.-Weinen. Beim D.O.C.G. Siegel wird der Wein mit einem eindeutigen Identifikationscode versehen, welcher vom italienischen Staat vergeben wird.

Biologischer Rotwein aus der Toskana

In der Toskana gibt es viele Weingüter, die sich auf die Produktion hochwertiger biologischer Rotweine spezialisiert haben. Die Toskana ist eine der italienischen Regionen mit den meisten biologischen Weinbergen. Die entstehenden Bio-Weine zeichnen sich durch ihren intensiven Geschmack und ihre vielfältigen Aromen aus.

Insgesamt verfügt die Toskana über etwa 60.000 Hektar Weinberge und ist vor allem für die Rotweine wie Chianti, den Montepulciano oder den Brunello di Montalcino berühmt. Das toskanische Klima ist für den Weinanbau besonders geeignet. Die nicht zu strengen Winter und die sehr sonnigen Sommer mit erheblichen Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht ermöglichen die Bildung reicher Geschmacksnoten und eines üppigen Buketts des Weins, welche sich durch das exzellente Aroma der Trauben ergeben. Auch die typischen Böden der Toskana, die im zentralen Teil aus kalkhaltigem Ton und Mergel bestehen, tragen zu einer herausragenden Qualität und dem Geschmack des toskanischen Weins bei. Diese Eigenschaften sind ideale Voraussetzungen für die Herstellung von hervorragendem Bio-Rotwein, der in der Toskana auch nach dem biodynamischen Verfahren vinifiziert wird und eine lange Tradition hat.

Der Kauf von Bio-Rotwein schont im Vergleich zum normalen Rotwein die Umwelt, da bei Bio-Wein komplett auf chemisch-synthetisch hergestellte Insektizide, Fungizide, Düngemittel sowie Herbizide verzichtet wird. Dies führt dazu, dass der Wein allgemein weniger Histamine beinhaltet und dadurch eine mildere Säure besitzt. Besonders im biodynamischen Verfahren wird auf eine besonders nachhaltige Landwirtschaft acht genommen.

Von den Ergebnissen der biologischen-biodynamischen Methoden kann man sich in der Toskana selbst überzeugen. Die meisten Weingüter in der Toskana bieten Führungen und Verkostungen an. So kann man die Bio-Rotweine der Region in aller Ruhe kennenlernen und sich selbst ein Bild von der Qualität dieser Weine machen. Zum Beispiel öffnen die Weinkeller in der Toskana einmal im Jahr ein ganzes Wochenende lang ihre Türen für Besucher aus aller Welt. Hier besteht die Möglichkeit, die exzellenten Weine mit eigens zubereiteten Speisen im Rahmen spezieller Veranstaltungen zu verkosten, zu genießen und direkt vor Ort zu kaufen.

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