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Donnerstag, 09. September 2010
24.01.2003 17:17
Filesharing: Die Porno-Industrie als Vorbild
München (mb) - Eine Software manipuliert die Suchmaschinen der Filesharing-Tools und sorgt dafür, dass legale Suchergebnisse bevorzugt behandelt werden.
Während die Unterhaltungs-Industrie den Kampf mit Filesharing-Services noch nicht gewonnen hat, will die Porno-Industrie einen Weg gefunden, in Tauschbörsen Geld zu verdienen. Wie das Magazin "Wired" schreibt, hat Exploit Systems eine Software entwickelt, die die Suchmaschinen von Kazaa und Co. beeinflusst. Sie sorgt dafür, dass legale Versionen von Bildern oder Filmen bei der User-Suche bevorzugt werden. Lädt der User die legalen Produkte herunter, muss er entweder zahlen oder Informationen über sich preisgeben. Exploit-Systems-Chef Scott Hunter sieht hier eine besonders wertvolle Zielgruppe: Die Kunden werden von sich aus aktiv und suchen nach den Produkten. Teilhaben statt bekämpfen Seine Meinung zu Filesharing: "Wenn Du sie nicht besiegen kannst, schliess Dich Ihnen an." Hunters Rechnung ist einfach: Wenn von etwa 150 Millionen Usern nur 15 Prozent bereit sind, für Content zu zahlen, sind das immerhin etwa 20 Millionen Kunden. User müssen sich an Bezahl-Dienste gewöhnen Offizielle Statements von der Musikindustrie gibt es zu dem Verfahren noch nicht. Inoffiziell heißt es laut "Wired", das Nutzungsverhalten der beiden Gruppen sei nicht vergleichbar. Das sieht Scott Hunter ganz anders. Das Problem liege viel mehr darin, dass die User nicht zahlen, weil sie es bisher nie mussten. Nun müsse man sie eben daran gewöhnen.
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