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Donnerstag, 09. September 2010
internetzugang
Surfen via Satellit (1/2)
Turbosurfen übers Weltall? Internet per Satellit ist flächendeckend vorhanden, gilt als zukunftsfähiger als herkömmliche Breitbandanschlüsse. Welche Anbieter gibt es - und lohnt sich das Satelliten-Surfen für den Privatmann?
Vor wenigen Wochen veröffentlichte die amerikanische Consultingfirma Frost & Sullivan eine Untersuchung, nach der Satelliten-Surfern die Zukunft gehört. In den kommenden sechs Jahren sollen die Umsätze der Provider von derzeit 300 Millionen Dollar auf 1,6 Milliarden US-Dollar anwachsen. Dies betrifft aber besonders große Firmen und Behörden. Und das große Wachstum soll in Osteuropa, Asien und Südamerika stattfinden. Wer heute als Privatmann in Deutschland schon zum Satelliten-Surfer werden will, sollte sich vor allem eins klar machen: Internet per Satellit ist nur was für Bastler. Und für Heimwerker. Natürlich bekommt man einen ganz besonderen Kick, wenn man sich nicht wie Hinz und Kunz über die Telefonleitung einwählt, sondern seine eigene Verbindung ins All aufbaut. Aber Achtung: Selbst wer bereits unzählige Nächte am Rechner mit Konfigurations- und Installations-Sessions verbracht hat, der kriegt schon im Voraus rote Augen, wenn er das Paket aufmacht. Das Hardware-Paket, das die Provider von Internet-Satellitenanschlüssen per Post verschicken, ist ein veritabler Karton. Wer ihn öffnet, blickt auf viele Kabel und technische Kleinteile, unter denen irgendwo die "Schüssel" hervorschaut. Schon ein erster Blick in die dicke Aufbau- und Anschlussanleitung macht klar: Wer das schaffen will, muss nicht nur PC-Kenntnisse haben. Sondern vor allem starke Heimwerker-Ambitionen. Auch eine Internet-Schüssel kann man nicht überall hinstellen. Und man muss sie natürlich exakt auf den Satelliten ausrichten. Aufs Fensterbrett montieren kann man die kleine Internet-Schüssel nur, wenn sich das Fenster zufällig an der richtigen Stelle befindet. Wer sich von dem Aufwand nicht abschrecken lässt, der hat einen großen Vorteil bei der Frage aller Fragen: "Welchen Provider nehme ich denn bloß"? Denn für Privatleute sind nur zwei Anbieter interessant: der berühmt-berüchtigte Homepage-Billigheimer "Strato" (der mit den gigantischen Serverausfällen) sowie einen Mitbewerber namens "UBcom". Die Frage lautet also nur: "SkyDSL" - oder "UBSky"? UBCom nimmt derzeit keine neuen Kunden an. Und Strato ... die Tarifstruktur ist, gelinde gesagt: verwirrend. Hardware kaufen (300 Mark) oder mieten, dann mit höherer Grundgebühr? Acht Tarifstufen gibt es, verschiedenste Geschwindigkeiten, natürlich noch Haupt- und Nebenzeiten - und die Abrechnung erfolgt in einer ganz neuen Währung: den "SkySlices".
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