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Donnerstag, 09. September 2010

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Wie weit darf Online-Werbung gehen? (1/2)

Nervige Popups, jäher Dudelsound, plötzliches Bildwackeln durch aggressive Banner: Werbung im Internet soll Geld bringen - aber nervt den Nutzer. Wie weit sollte Online-Werbung gehen? Die amerikanische Werbeindustrie hat diese Frage jetzt beantwortet. Mit einer neuen freiwilligen Selbstbeschränkung.
   
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Die führende Interessenvertretung der US-Werbeindustrie im Internet, das Interactive Advertising Bureau (IAB), hat vor wenigen Tagen einen Verhaltenskodex veröffentlicht. Dabei geht es hauptsächlich um so genannte "Rich Media Banner" - besonders speicherintensive Reklame, etwa Flash-Filme. Diese Werbung kostet den Nutzer nicht nur Nerven, sondern auch Zeit und damit Onlinegebühren.

Marschroute des IAB: die Kilobytes klein halten. Wenn schon ein Pop-Up-Fenster aufklappt, dann soll der Nutzer wenigstens nicht endlos warten müssen, bis es geladen ist. Maximal 25 Kilobyte dick darf ein Banner demnach sein. Klickt der Nutzer auf das Banner und zeigt damit sein Interesse, darf ein größeres nachgeladen werden: bis zu 85 Kilobyte.

Die optische Höchstgröße wird bei einem Standardbanner auf 468 mal 60 Pixel festgesetzt. Die Breite darf sich vervierfachen, sobald das Banner angeklickt wird. Klickt man auf einen "Schließen"-Button, muss die vorherige Größe wieder hergestellt werden. Besonders wichtig, weil besonders speicherintensiv: Musik und Videos dürfen erst dann abgespielt werden, wenn der Anwender das möchte - indem er auf das Banner klickt. Sobald der erste Ton zu hören ist oder das Filmchen startet, muss unverzüglich ein "Stopp"-Knopf eingeblendet werden.

Wird der Kodex befolgt? Die Regeln sollen freiwillig eingehalten werden - nach dem Motto: Wer den Nutzer nicht Zeit raubend nervt, öffnet eher seine Brieftasche. Das hat die Industrie offenbar erkannt. An der eingesetzten "IAB Rich Media Task Force", die das Regelwerk aufstellte, beteiligten sich unter anderem Nate Elliott, Rich Media Manager von DoubleClick und Bettina Fischmann Stiewe, Vizepräsidentin von CNET Networks. Mit dabei auch CNN Interactive, Excite@Home, MSN, Terra Lycos, die Walt Disney Internet Group, Washingtonpost.Newsweek Interactive sowie Yahoo!.




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