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Donnerstag, 09. September 2010
Ideen
Bookcrossing (2/3)
Auf diese Weise sollen manche Bücher schon um die ganze Welt gewandert sein. Nachdem der Bookcrossing-Erfinder Ron Hornbaker im März 2001 sein Konzept startete, sind inzwischen schon 150.000 Nutzer bei ihm registriert. Bereits eine halbe Million Bücher haben sie liegen lassen, auf dass andere das Ausgelesene auflesen - zufällig, oder dank der Suchanleitung auf der Website. Auch nicht-registrierte Surfer dürfen bei Bookcrossing.com nachschlagen, wo ein Buch in ihrer Nähe zu finden ist. Die Chancen stehen nicht schlecht, auf Grund der Ortsangaben tatsächlich ein Gratis-Buch zu ergattern. Denn die Bücher bleiben oft lange liegen - schließlich sieht man dem Buch nicht an, dass es zum Zwecke des Tausches abgelegt wurde. Liegt irgendwo ein Buch, kann kein Mensch sofort wissen, dass er es reinen Gewissens mitnehmen dürfte ... Auch der erklärende Zettel bewegt die Finder nicht immer zur Mitnahme. Bookcrosser, die sich auf Lauer gelegt und gewartet haben, bis jemand zufällig ihr Buch mitnimmt - sie berichten, dass viele Leute skeptisch auf das Geschenk reagieren oder das Ganze für einen Witz halten. Eingeweiht über die Website, weiß man als Bookcrosser jedoch sofort Bescheid. Jedenfalls ungefähr. Halbgenaue Ortsangaben wie "am Haupteingang rechts runter, in einem Blumentopf" wecken den Jäger- und Sammler-Trieb. Manche Bücher liegen auch nicht offen herum, sondern sind ein bisschen versteckt. "Go hunting!" lautet das Motto - auf zur Schnitzeljagd auf alte Schinken!
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