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Dienstag, 09. Februar 2010
Ideen
Bookcrossing (1/3)
Sie stecken in Blumentöpfen, liegen eingeschweißt in Springbrunnen oder auf öffentlichen Parkbänken: Tausende Bücher warten in Deutschland darauf, zum Nulltarif in Besitz genommen zu werden. "Book-Crossing", die Schnitzeljagd auf gebrauchte Bücher - sie hat nun auch Deutschland erreicht.
Book-Crossing gehört zu den ganz wenigen Trends aus USA, die in deutschen Feuilletons bejubelt wurden. Denn beim Book-Crossing sorgt das schnöde Internet für neue Lust am klassischen Bildungsmedium Buch: Vermittelt durchs Web, schenken sich Bücherfreunde gegenseitig ihre ausgelesenen Exemplare. Gewürzt wird das Ganze mit einer Prise Jagdfieber - wer gerne Ostereier sucht, der wird Book-Crossing mögen. Und kostenlos ist es obendrein. Wie wird man zum "Book-Crosser"? Man gehe zu seinem Bücherregal und suche sich ein Buch, das man nicht mehr braucht. Das Motto lautet: "Free your books!" Man soll seine Bücher aus ihrer Einsamkeit befreien und ihnen einen neuen (Lese-)Partner schenken. Zu diesem Zweck geht man zur Site www.bookcrossing.com und gibt dort die Daten des einsamen Buches ein. Außerdem den Ort, wo man es liegen lassen will. Beispielsweise eine Parkbank. Nun kann man sich einen Zettel ausdrucken lassen. Den legt man ins Buch, bevor man es liegen lässt. Der Zettel informiert den Finder über das System: Der Finder darf das Buch lesen, soll aber bei bookcrossing.com Bescheid geben, dass er es gefunden hat - und später das Buch woanders liegen lassen. Im Bookcrosser-Jargon heißt das "auswildern".
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