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Donnerstag, 09. September 2010
Webprogrammierung
HTML war gestern - es lebe XML? (1/3)
Der neue Standard XML klingt nach Revolution. Befreit von den Fesseln der Königssprache HTML, können Webseitengestalter ihre Tags endlich selbst definieren. Und einiges mehr. Grenzenlose Freiheit – aber lohnt es sich wirklich, die neue Sprache zu lernen, Zeit für XML zu opfern?
Bereits zum 10. Februar 1998 erwartete man die Zeitenwende. Damals wurde erstmals eine XML-Spezifikation verabschiedet. Versionsnummer: 1.0. Seitdem sind einige Jahre ins Land gegangen – in Internetmaßstäben eine Ewigkeit. Die Zeitenwende blieb aus; HTML schwingt das Zepter nach wie vor. Was ist dran an XML? Die "eXtensible Markup Language" bietet zweierlei. Zunächst einmal kann man Webseiten mit ihr formatieren, und zwar mit Formatvorlagen. Das Ganze sieht sehr einfach aus. Ein Tag genügt, und schon ist das Format bezeichnet. Zum Beispiel so: Eine schlanke Sache. Webseiten sollen schnell zu laden sein, und Programmierer, die kein Byte verschwenden wollen, sind zurecht fasziniert. Auch für reine Surfer, die gar keine Homepage bauen wollen, kann XML ein Segen sein. Denn der Name der Formatvorlage beschreibt natürlich den Inhalt dessen, was formatiert wird. Zum Beispiel eine Seite mit vielen Zahlen. Das kann vieles sein: Kilometerzahlen, Höhenmeter, Telefonnummern, Postleitzahlen ... Wenn man sich dank XML angewöhnt, jede Telefonnummer beispielsweise mit einem Tag wie
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