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Donnerstag, 09. September 2010

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Webprogrammierung
HTML - Handprogrammierung vs. Editor (1/3)

Noch vor wenigen Jahren war es nur einer kleinen Gemeinschaft vorbehalten, HTML-Seiten zu programmieren. Die ersten Internetseiten wurden mit reiner Handarbeit erstellt. Wer sich heute HTML "Programmierer" nennt tut meist nichts anderes, als ein paar Texte und vorgegebene Elemente mit Hilfe eines Editors an die gewünschte Position zu schieben. Dennoch gibt es noch immer einige wenige Menschen, die HTML-Editore kategorisch ablehnen. Sind das die letzten Spinner dieser Welt?

Für den unbedarften Laien scheint ein Editor natürlich das Non-Plus-Ultra zu sein. Mit wenigen Handgriffen kann man Websites erstellen, die sich - bis eventuell auf die Optik - vor den Großen nicht zu verstecken brauchen. Neben Frames und Mouseover-Bildeffekten gibt es bei besseren Editoren vorgefertigte Java-Elemente und Flash-Buttons. Den Rest holt man sich im Internet aus kostenlosen Script-Archiven oder "klaut" ganz einfach die entsprechende HTML-Passage bei einer anderen Website. Schließlich lässt sich mit einem Klick auf die rechte Maustaste sofort der Quelltext einer HTML-Seite einsehen - sofern die Betreiber nicht mit kleinen Java-Tricks einen Riegel davorgeschoben haben.

Doch prinzipiell kann man sagen, je billiger ein Editor ist, umso katastrophaler ist das, was am Ende dabei herauskommt. Denn die meisten erstellen die Seiten nur für einen ganz bestimmten Browser, zum Beispiel Netscape oder Internet Explorer. Wird diese Seite mit dem jeweils anderen Browser angezeigt, sind Tabellen plötzlich nicht mehr mittig, sondern linksbündig, Zeilenabstände größer oder kleiner und das mühsam ausgeklügelte Layout total verrutscht, weil der User eine individuelle Schriftgröße eingestellt hat.

Doch selbst High-End-Editore wie zum Beispiel Macromedias Dreamweaver 4.0 haben so ihre kleinen Macken. Ohne per Hand in den Quelltext einzugreifen, lassen sich kaum vernünftige Ergebnisse realisieren. Nehmen wir zum Beispiel einen Zeilenvorschub, im HTML-Jargon "<P>" genannt. Bei Druck auf "Return" setzt Dreamweaver, der immerhin rund 400,-- €kostet, korrekterweise <P>Text</P> ... doch keiner der aktuellen Browser muss das

wieder schließen. Der unerwünschte Erfolg ist, dass im Zusammenspiel mit anschließenden Tabellen die Zeile nicht um 1 Feld, sondern um 2 Felder weiterspringt. Abhilfe schafft hier das manuelle Entfernen des abschließenden </P> und die Sache wird so angezeigt, wie man es sich vorgestellt hat.

Auch ist die Sauberkeit der Programmierung oft mehr am Microsoft-Standard angelehnt (hauptsache es läuft, unnötiger Ballast stört nicht weiter), als am Modem-Standard (Online-Zeit ist kostbar und jede unnötige Zeile ist eine Zeile zuviel).





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HTML Rulez (, 25.03.2002, 15:02 Uhr)
Editor<>Editor (, 25.03.2002, 08:58 Uhr)
Zwei Schriften und das <P> (, 24.03.2002, 15:09 Uhr)
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